Airplay Lautsprecher mit Raspberry PI

Von: Anton Schegg, Freitag, 4. Dezember 2015

Im Internet findet man bereits zahlreiche Anleitungen, wie man einen Raspberry PI mit einer Soundkarte bestückt, um dann entweder direkt Aktivboxen zu betreiben oder einen Verstärker anzusteuern.


Ich wollte aber den Lautsprecher zusammen mit meinen Kindern (8 und 10 Jahre) aufbauen und versuchte den Aufbau so einfach wie möglich zu halten.

Nachdem beide die Farbe selbst bestimmen durften, sah das Ergebnis so aus:

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Aber bis es so weit war mußte ich einige Vorarbeit leisten.

Komponenten finden

Airplay Empfänger

Zunächst machte ich mir Gedanken, welches "Computerchen" einen Apple konformen Airplay Stream am Netzwerk entgegennehmen kann um die Lautsprecher zu füttern. Eine Alternative, die ich überlegt hatte, ist eine original Apple Airport Express einzubauen. Der Vorteil wäre, dass das Airplay Protokoll kein gefrickel wäre, da es schon eingebaut ist. Aber es gab auch einige Nachteile zu bedenken: erstens bräuchte man zusätzlich noch einen Endverstärker plus passendes Netzteil. Außerdem läßt sich schwer eine Status LED ansteuern.

Also mußte eine andere Alternative her und natürlich suchte ich dann nach Möglichkeiten mein Lieblingscomputerchen, den Raspberry PI zu verwenden. Zunächst mußte geklärt werden, ob sich jemand schon daran gemacht hatte Airplay nachzuprogrammieren. Shairplay ist das gesuchte Stichwort. Das originale Shariplay ist ein Haufen Perl und für mich nur zweite Wahl. Glücklicherweise habe ich dann noch shairplay-sync gefunden. Es gab also jemanden, der so dachte wie ich und das ganze Perl in den Müll kippte und in C programmierte.

Also git Repository holen und ausprobieren:

git clone https://github.com/mikebrady/shairport-sync

Verstärker

Sucht man im Internet nach Verstärker für Raspberry PI, stößt man zwangsläufig auf HifiBerry und ich entschied mich dafür, den HifiBerry Amp+ zu verwenden, da damit auch gleichzeitig die Stromversorgung des Raspberry PI ohne weitere Verkabelung gelöst ist.

Der HifiBerry Amp+ enthält die digitale Soundkarte, die vom Raspbian Kernel direkt unterstützt wird. Kernel kompilieren konnte ich mir somit glücklicherweise sparen. Außerdem hörte sich die Ausgangsleistung von 25W vielversprechend an. Bestellt habe ich hier zum Preis von rund 70€. Bild HifiBerry Amp+

Fehlte noch das geeignete Netzteil. Die Wahl viel auf ein LS50-15 von TDK-Lambda Americas Inc. (digikey 285-1819-ND - 21,50€) Bild LS50-15

Ich wollte das Netzteil komplett von der 230V Netzspannung getrennt haben, wenn der Lautsprecher ausgeschaltet ist und deshalb musste der Power-Schalter "massiv" genug sein, um den hohen Einschaltstrom des Schaltnetzteils zu verkraften. Ich wählte einen C1250APBB-085W (digikey 1091-1010-ND). Bild C1250APBB-085W

Damit sich der Verdrahtungsaufwand in Grenzen hält, habe ich eine Platine entworfen, die den Raspberry PI und den Hifiberry Amp+ verbindet und außerdem die Ansteuerung für die RGB-LED enthält. Ich benutze dafür Eagle und bestelle die Platine bei M&V Leiterplatten.

Raspberry PI und Hifiberry Amp auf Trägerplatine.jpg

Hier noch der Schaltplan:

ASAmp Schaltplan.png

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Fertig gestrichen! Orange für Manuel und gelb für Isabella.

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